Tauchmotorpumpensysteme als Komplettlösung

Der Einsatz von Pumpensystemen mit Permanentmagnetmotoren ermöglicht neben deutlichen Energie- und Kosteneinsparungen auch die Chance zur Energierückgewinnung.

Hochbehälter Wasserwerk Oschersleben

Der Zweckverband  RheinHunsrück Wasser hat im Juni 2017 den ersten von 8 Brunnen des Wasserwerkes RheinHunsrück auf die neue Technologie mit Permanentmagneten umgerüstet.

Die Mächtigkeit des Grundwasserleiters schwankt dort je nach Jahreszeit, so dass sich die Pumpen auf unterschiedliche Förderhöhen anpassen müssen. Das wird durch die Frequenzregelung gewährleistet. Zusätzlich sichert die ausgewählte oddesse-Tauchmotorpumpe bei maximaler Förderhöhe von 31,5 m eine Fördermenge von 250 m³/h bei einem Leistungsbedarf P2 = 26,5 kW und bis 300 m³/h bei einem Leistungsbedarf von P2 = 32,4 kW ab. Dem Wasserwerk wurde entsprechend ein System, bestehend aus 10 Zoll-Tauchmotorpumpe po-ss-270-1/10.1 mit einem 6 Zoll- Permanentmagnet-Synchron-Tauchmotor po-mo-s6.2x 45 kW, mit einem  Leistungsbereich PN von 30 bis 45 kW, einem Frequenzumrichter und einem du/dt-Filter zur Verfügung gestellt. Zur Zufriedenheit des Betreibers können mit diesem System beide Betriebspunkte gefahren werden. Eine erste Auswertung ergab, dass der Energieverbrauch des Brunnens somit deutlich gesenkt werden konnte. Zuvor wurden für die Förderung von 1 m³ Wasser 0,1304 kWh benötigt. Mit dem neuen System ergibt sich ein Verbrauch von nur 0,0918 kWh/m³, was eine Energieeinsparung von 0,0386 kWh/m³ ausmacht. Bei einer Fördermenge von 250 m³/h können demnach 9,65 kWh eingespart werden. Bei einem Dauereinsatz der Pumpe von 8.000 Betriebsstunden im Jahr könnten somit 77.200 kWh und knapp 17.000 Euro an Energiekosten eingespart werden.

Auf unserer Website finden Sie jetzt die neuen Katalogblätter zu den 6“- und 8“-Permanentmagnet-Synchron-Tauchmotoren.

Gegenwärtig wird in der oddesse daran gearbeitet, die Unterwassermotorpumpen mit Permanentmagnetmotoren zur Energierückgewinnung einzusetzen. In vielen Einsatzfällen wird das Wasser aus Hochbehältern mit hohen Drücken in die Rohrleitung eingespeist und dann über Druckminderer an den Versorgungswasserdruck angepasst. Diese Energie soll für den Eigenverbrauch der Wasserversorger nutzbar gemacht werden.

Zurück